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Home >> Bookstore >> Moderne Meisterwerke >> Elias Canetti: Über Tiere
Dieses Buch ist die Einladung, sich auf den Spuren von Elias Canetti (1905-1994) mit der komplizierten Beziehung zwischen Mensch und Tier zu beschäftigen. Es versammelt die Aufzeichnungen und wichtigen Stellen aus dem autobiographischen und theoretischen Werk, die sich den Tieren widmen.
Brigitte Kronauer geht in ihrem Nachwort Canettis Gedanken nach - über den kaltblütigen Umgang und das spontane Mitgefühl mit Tieren, über physiognomische Ähnlichkeiten, Verwandlung und Täuschung, über Tiere und Kindheit, über das Ausgehungertsein nach Tieren.
Ausführung & Preis Preis: € 12,90 + Versand (ab 0,-€) > Direkt bei veganbasics bestellen Textauszüge »Es schmerzt mich, dass es nie zu einer Erhebung der Tiere gegen uns kommen wird, der geduldigen Tiere, der Kühe, der Schafe, allen Viehs, das in unsre Hand gegeben ist und ihr nicht entgehen kann.. »Gott selbst hat Adam und Eva die Schlange auf den Leib gehetzt, und alles hing davon ab, dass sie ihn nicht verriet. Dieses giftige Tier hat Gott bis heute die Treue gehalten.« (1942)
»Von den Tieren sind wir abhängiger als sie von uns: sie unsere Geschichte, wir ihr Tod. Wenn es sie nicht mehr gibt, werden wir sie alle mühselig aus uns erfinden.« (1966)
»Es wird mir langsam klar, dass ich im Drama etwas verwirklichen wollte, was aus der Musik stammt.... Sobald man sich einmal für dieses oder jenes Instrument entschieden hat, hält man daran fest, man kann es nicht, während ein Werk abläuft, in ein anderes Instrument umbauen. Etwas von der schönen Strenge der Musik beruht auf dieser Klarheit der Instrumente. »Ich kannte ihn noch, wie es aus lauter schönen Tieren bestand. Jetzt ist er zum Schachtelhalm herangewachsen.« (1954)
»Das aus dem Wagen eines Schlächters gehobene Schlafende Kalb« (Hebbel, Tagebücher, 1967) Das sagt die Kritik »Das Thema ist aktuell, und Canettis Einsichten dazu erscheinen bemerkenswert unverbraucht, originell und wenig bekannt. Sie enthalten sich - wie das Nachwort Brigitte Kronauers unterstreicht - ebenso jeglicher sentimentaler »Gefühlsdumpfheit« wie professionalisierter Distanzierung gegenüber dem animalischen. (...) Es macht Lust, wieder Canetti zu lesen.« (Thomas Macho, Literaturen)
»Eine unnötige Neuerscheinung? Im Gegenteil. Einerseits finden sich hier neben kurzen Erzählungen, Fabeln und Parabeln wundersame Aphorismen und überraschende Beobachtungen. Zum Beispiel: »das schönste Standbild des Menschen wäre ein Pferd, wenn es ihn abgeworfen hätte.« oder: »Immer wenn man ein Tier genau betrachtet, hat man das Gefühl, ein Mensch, der drin sitzt, macht sich über einen lustig.« Andererseits hilft die Zusammenstellung, Elias Canetti - den Mann und das Werk - besser zu begreifen: Die Grundzüge seiner Weltsicht, seine buchstäbliche Todfeindschaft, das Gewicht, das in seinem Denken Würde und Scham zukam, den Ekel vor allem Mächtigen als Kraftquelle seiner Empörung. »Entstanden ist eine ungemein reiche Sammlung - ein Buch über den Menschen und ein Plädoyer für das Tier. Der kleine Band gehört zum besten, was in jüngster Zeit über ihr komplexes Verhältnis publiziert wurde.« (Das Buch) Der Autor |
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